Kefir, Skyr, Ayran und Joghurt – wo liegen die Unterschiede?

Kefir, Skyr, Ayran und Joghurt – die Liste an Molkereiprodukten ist lang. Doch wo liegen genau die Unterschiede und wie wirkt sich die Herstellung darauf aus? Wir erklären euch nun kurz und knackig, worin sich die verschiedenen Produkte unterscheiden.


Wie wird Kefir gemacht?

Grundsätzlich unterscheidet man Milchkefir und Wasserkefir. Wir fokussieren uns jetzt allerdings auf den Milchkefir, der aus der Molke gewonnen wird. Dabei wird die Molke durch Fermentierung einfach gesagt vorverdaut. Dieser Prozess wird durch die sogenannten Kefir-Mikroorganismen angestoßen durch die probiotischen Bakterien entstehen. Durch die Fermentierung werden ebenfalls die Di- und Tri-Peptide aufgespalten und können so leichter vom Körper aufgenommen werden.

Übrigens: Durch die Fermentierung wird Laktose in Milchsäure umgewandelt. Daher ist Kefir auch für Menschen mit einer Laktosesensibilität gut verträglich.

 

Wie wird Joghurt hergestellt?

Genauso wie beim Kefir auch werden der Milch zur Gewinnung von Joghurt Milchsäurebakterien zugesetzt. Dabei bestimmt das Verhältnis der Milchsäurebakterien die Art von Joghurt. Die individuelle Zusammensetzung nennt man dabei Joghurtkultur.

Die Fermentation wandelt dabei auch beim Joghurt den Milchzucker in Milchsäure um. Durch die Säure erhält der Joghurt seine feste Konsistenz und ein säuerliches Aroma.


Was ist Skyr?

Da Skyr nicht reifen muss, zählt er zu Frischkäse. Skyr wird dabei zunächst wie Joghurt aus entrahmter Kuhmilch gewonnen. Durch die Erhitzung werden im ersten Schritt Mikroorganismen abgetötet. Anschließend werden der abgekühlten Milch Bakterienkulturen zugesetzt, die wie beim Kefir auch den Milchzucker in Milchsäure umwandeln. Anders wie beim Joghurt wird nun die Molke mit dem Milchzucker entfernt. Dadurch ist Skyr sehr proteinreich und enthält gleichzeitig wenig Fett und Zucker. Eine echte Proteinbombe also.


Aus was besteht Ayran?

Ayran wird sowohl aus Joghurt als auch aus Wasser und Salz hergestellt. Dabei werden zunächst zwei Teile Joghurt mit einem Teil Wasser schaumig geschlagen. Anschließend wird der Ayran mit etwas Salz abgeschmeckt.

Ayran


Wo liegen nun die Unterschiede?

  • Anders als bei Joghurt werden dem Kefir Kefirkulturen statt Milchsäurebakterien zugesetzt.
  • Der Skyr wird im Gegensatz zum Joghurt und zum Kefir zuerst entrahmt, bevor ihm Milchsäurebakterien zugesetzt werden.
  • Dem Ayran werden neben Joghurt ebenfalls Wasser und Salz zugefügt.

 

Was macht fermentierte Molkeprodukte besonders?

Kefir enthält nicht nur viel Kalzium, Magnesium und Phosphor, sondern auch eine Vielzahl an Vitaminen. Darüber hinaus ist er durch die Fermentierung sehr kalorienarm und reich an Eiweiß.

Ebenso wie Skyr und Kefir ist auch Joghurt reich an Kalzium und Eiweiß und ist dadurch für deine Knochen, Zähne, Muskeln und Nerven zuträglich.

Fermentierte Molkeprodukte können zu einer gesunde Darmflora beitragen und sind daher immer beliebter.

Wie du siehst, haben alle vier Produkte positiven Einfluss auf deinen Körper. Aber nicht alle Produkte musst du zwingend im Supermarkt kaufen. Denn beispielsweise Kefir lässt sich auch ganz einfach selbst machen. Was du dafür brauchst?

Ein Fermentationsglas wie dieses:

>> KEFIRKO

Fermentationsglas Kefirko

 und Kefirknollen:

 

Du möchtest es proteinreich und fermentiert? Dann probiere doch unser Kefir Whey Protein